Dienstag, Juni 25, 2002

"Was? Wie sind wir denn vom Belüftungssystem hier her gekommen? Seltsame Architektur..." meinte Raph, nachdem er die neue Lage kurz begutachtet hatte. Hier drinnen war kein Mensch zu sehen, was ihn aber auch nicht sehr verwunderte, da sich in dieser Atmosphäre niemand mit Verstand freiwillig aufhielt. Sie gingen vorsichtig aber doch etwas hektisch über den Steg auf eine Luftschleuse zu, aber schon von einiger Entfernung konnte man sehen, dass diese Tür nicht mehr aufgehen würde, bevor man ihr mit einem großen Reparaturkit gut zuredete. Raph sah sich das durchgeschmorte Terminal an und meinte "Mist, unser kleines Missgeschick da drinnen hat hier einen kompletten Systemabsturz verursacht. Das heißt, wir müssen uns wohl oder übel zwischen den Rohren da durchzwängen, bis wir an einen Entsorgungspunkt kommen. Da können wir dann raus. Oder hättest du spontan eine andere Idee?" Odas schüttelte schicksalsergeben den Kopf und machte sich auf, als ihm in der Nähe der Schleuse hinter einigen Tanks so ein Entsorgungsknoten auffiel: "Was hälst du davon, wenn wir uns den Weg sparen, und gleich hier rausgehen?" Raph war damit einverstanden, und so öffnete Odas inzwischen routiniert die Luke auf seine Weise, die Tamara-Weise. Raph war damit zwar zuerst nicht ganz einverstanden, weil er befürchtet hat, dass sie auf der anderen Seite dann gleich von der nächsten Wache empfangen wurden, aber nachdem er die nächste Wache sah, war er doch froh über diese Variante: Der Wachmann lag bewusstlos an der gegenüberliegenden Wand, von der Wucht der Explosion dorthin geschleudert. Die beiden stiegen durch das Loch in der Wand und gingen zu dem Wachmann, um ihn sich näher anzuschauen. Odas ging den Waffengurt durch, Raph die anderen Taschen. In einer fand Raph eine Flasche. Er machte sie auf, und roch daran: "Aha, Whiskey! Die Typen fangen an, mir sympathisch zu werden!" Er nahm einen kräftigen Schluck, steckte die Flasche ein und wandte sich wieder an Odas: "Was ist los, willst du Blutsbruderschaft mit dem Kerl schließen, oder was brauchst du so lange?" - "Nein, aber ich fülle hier wenigstens meine Munition wieder auf, während du deinen Frühschoppen abhälst. Jetzt komm' schon!" Mit diesen Worten standen die beiden wieder auf, orientierten sich kurz, und machten sich wieder auf zum Fahrstuhl.
Stichworte von: Andy